Projektstruktur

Zurück: Geoportal des Guten Lebens

Im Projekt „Transformationsstadt — BürgerInnen forschen für ein Gutes Leben“ wird in einem Zusammenschluss aus Zivilgesellschaft und Wissenschaft gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern das GeoPortal des Guten Lebens entwickelt. Das Projekt verfolgt dabei die Idee, das Potential zivilgesellschaftlicher Selbstorganisation zu nutzen, um Wissen zu generieren und aufzuarbeiten, den BürgerInnen durch ein Open-Data-Management zur Verfügung zu stellen und sie wiederum dadurch zu eigener Quartiersforschung zu befähigen.

Das GeoPortal wird in ver­schie­de­nen Arbeitsbereichen ent­wi­ckelt, die sich mit dem Design und der inhalt­li­chen Gestaltung (Co-Design), der tech­ni­schen Entwicklung (Co-Produktion), der Entwicklung eines Geschäftsmodells für das GeoPortal (Co-Verstetigung) sowie der pro­jekt­be­glei­ten­den Forschung und Reflektion des Prozesses (Co-Reflektion) befas­sen. Das Projekt wird dabei vom Zentrum für Transformationsforschung und Nachhaltigkeit koor­di­niert. Zu den ein­zel­nen Bereichen fin­den Sie unten detail­lier­te­re Informationen. Unter Mitmachen kön­nen Sie sich außer­dem je nach Interesse aktiv in den ein­zel­nen Bereichen ein­brin­gen.

Co-Design | Die inhalt­li­che Gestaltung

Mit dem GeoPortal soll ein Portal ent­ste­hen, das Bürgerinnen und Bürgern selb­stän­di­ge Quartiersforschung zu Aspekten des Guten Lebens ermög­licht. Es soll den Wünschen und Anforderungen der BürgerInnen und gleich­zei­tig wis­sen­schaft­li­chen Standards gerecht wer­den. Um die­se bei­den Aspekte sicher­zu­stel­len, wird das Portal inhalt­lich von BürgerInnen und WissenschaftlerInnen gemein­sam ent­wi­ckelt.

Innerhalb der Projektlaufzeit wer­den hier­zu unter­schied­li­che Veranstaltungsformate wie Workshops, Infoveranstaltungen oder auch Online-Befragungen durch­ge­führt. So wer­den die BürgerInnen aktiv in die Gestaltung des Portals invol­viert und gleich­zei­tig die Interessen und Anforderungen der Wissenschaft abge­fragt, um dann bei­des im Portal mit­ein­an­der zu ver­knüp­fen.
In die­sem Zuge hat im November und Dezember 2017 bereits eine ers­te Workshop-Runde mit BürgerInnen statt­ge­fun­den, bei wel­cher in meh­re­ren Arbeitsgruppen ers­te Ideen für ein GeoPortal des Guten Lebens gesam­melt wur­den. In die­sem Jahr wer­den die­se Ergebnisse zusam­men mit den BürgerInnen wei­ter­ent­wi­ckelt und in einer ers­ten Testversion des Portals umge­setzt.

Über den Co-Design Prozess ent­steht ein offe­nes Datensystem, wel­ches Datenerhebung, -auf­be­rei­tung und -dar­stel­lung eben­so wie eine Nutzung und Auswertung der bereit­ge­stell­ten Daten ermög­licht.

Neben der inhalt­li­chen Gestaltung liegt in die­sem Arbeitsbereich auch das Design eines nut­zer­freund­li­chen Interface.

Co-Produktion | Die tech­ni­sche Entwicklung

In enger Zusammenarbeit mit dem Co-Design und der Co-Verstetigung wird im Arbeitsbereich der Co-Produktion das GeoPortal des Guten Lebens tech­nisch rea­li­siert. Das GeoPortal des Guten Lebens ermög­licht die Eintragung rele­van­ter Daten aus gesell­schaft­li­chen, öko­no­mi­schen, poli­ti­schen und/oder wis­sen­schaft­li­chen Projekten und Arbeitskontexten. Diese wer­den mit bestehen­den Geodaten ver­knüpft und abge­bil­det, um so neue Eingabe- und Beteiligungsschnittstellen zur Verfügung zu stel­len.

DesignerInnen, ProgrammiererInnen und inhalt­lich moti­vier­te BürgerInnen arbei­ten hier in engem Austausch zusam­men in einem maß­geb­lich dezen­tra­len Produktionsprozess. Bei zusätz­li­chen, offe­nen Hackdays wird der Austauschverlauf des Projektes gesi­chert und ein offe­ner und kon­stan­ter inhalt­li­chen sowie tech­ni­schen Dialog geführt.

Co-Verstetigung | Entwicklung eines Geschäftsmodells  

Damit das GeoPortal des Guten Lebens lang­fris­tig bestehen und — im Sinne des Opensource-Gedankens — wei­ter wach­sen kann, wird bereits mit dem Entwicklungs- und Produktionsprozess ein­her­ge­hend ein Verstetigungskonzept erar­bei­tet. Ziel ist es, ein Geschäftsmodell zu ent­wick­len, dass die Etablierung und Weiterführung des GeoPortals des Guten Lebens auch nach Ende der Projektlaufzeit ermög­licht und finan­zi­ell absi­chert.

Co-Reflektion | Projektbegleitende Forschung und Reflektion

Am Entwicklungsprozess des GeoPortals sind Akteure aus unter­schied­li­chen wis­sen­schaft­li­chen Disziplinen, zivil­ge­sell­schaft­li­chen Organisationen und Bürgerinnen und Bürger betei­ligt. Der ange­streb­te Grad an Partizipation und Interaktion die­ser Akteure bei der Entwicklung des GeoPortals ist hoch: die Zusammenarbeit soll auf Augenhöhe erfol­gen — es soll mit dem Portal eine Infrastruktur geschaf­fen wer­den, die BürgerInnen und WissenschaftlerInnen lang­fris­tig mit­ein­an­der ver­zahnt.
Der Kombination unter­schied­lichs­ter Expertisen ist ein gro­ßes Innovationspotenzial inhä­rent — die unter­schied­li­chen Perspektiven der Beteiligten kön­nen jedoch auch zu Herausforderungen füh­ren. Deswegen wird das Projekt wäh­rend der gesam­ten Laufzeit eva­lu­iert und reflek­tiert, um dar­aus Erkenntnisse für zukünf­ti­ge inter­dis­zi­pli­nä­re Projekte zu gene­rie­ren und auch wäh­rend des Entwicklungsprozesses Herausforderungen die­ser Herangehensweise früh­zei­tig zu erken­nen und zu über­win­den.

 

Initiatoren

Das Projekt Transformationsstadt — BürgerInnen for­schen für ein Gutes Leben, ist ein Verbundprojekt der Akteure der Initiative Transformationsstadt. Mehr Informationen zu den betei­lig­ten Institutionen fin­den Sie hier.